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Fakten über Training bei Rückenschmerzen - Teil 1




Ich möchte Dir in diesem Artikel gerne einige Fakten zum Thema Rückenschmerzen und Training näherbringen.


1. Genesung aktiv unterstützen oder Bewegung als Primärtherapie gegen Rückenschmerzen

Nationale und internationale Rückenschmerzleitlinien sehen in Training und Bewegung die zentrale Behandlungsstrategie gegen Rückenschmerzen. Untersuchungen machen deutlich, dass es wichtig ist, so aktiv wie möglich zu bleiben und allmählich zu allen gewohnten Aktivitäten zurückzukehren. Du kannst Deine Genesung aktiv unterstützen. Dazu solltest Du mit leichten Aktivitäten beginnen und diese dann progressiv steigern.


2. Training individuell anpassen

Keine Trainings- oder Bewegungsform ist bei Rückenschmerzen einer anderen klar überlegen. Gerade in einer akuten Schmerzphase ist eine individuelle Reaktion wichtig. Wähle daher zu Beginn eine Bewegungsform, auf die deine Schmerzen und Symptome gut reagieren. Manche profitieren z.B. von einer Beugehaltung wie beim Fahrradfahren, andere dagegen bevorzugen eher eine gestreckte Haltung wie beim Walken oder Joggen.


3. In Bewegung bleiben trotz Einschränkung

Bleibe aktiv und vermeide Bettruhe. Wissenschaftliche Studien zeigen: Je länger sich Menschen mit Rückenschmerzen schonen, desto ungünstiger entwickelt sich ihre körperliche Leistungsfähigkeit und desto eingeschränkter ist ihre Fähigkeit zu arbeiten und zur normalen Aktivität zurückzukehren. Der Rücken ist, wie alle Körperteile, auf Bewegung ausgelegt und passt sich durch Übungen und Training verschiedenen Anforderungen und Belastungen an.


4. Mit Feingefühl ins Wohlgefühl

Vermeide es aber auch mit dem Kopf durch die Wand zu gehen. Höre auf Deinen Körper und versuche dich so zu bewegen und zu belasten, dass du Dich langsam voran arbeitest, ohne zu warten, bis der Schmerz vollständig verschwunden ist. Die Wahrheit liegt - wie so oft- in der gesunden Mitte. Wende dich für eine praktische Trainingsleitlinie an Deinen Trainer oder Therapeuten.


5. Den Schmerz richtig einordnen

Schmerz bei oder nach dem Training bedeutet nicht, dass man sich schadet - ein Punkt, den ich jedem Patienten ans Herz lege, egal ob mit Rücken-, Knie- , oder Kopfschmerzen. Wenn der Schmerz schon lange anhält, kommt es häufig dazu, dass die Wirbelsäule und die umgebene Muskulatur sehr empfindlich gegenüber Berührung und Bewegung reagieren. Der Schmerz, den du während Bewegung und Alltagsaktivitäten spürst, zeigt an, wie sensibel der Rücken ist, nicht wie stark er geschädigt ist. Es ist unbedenklich und völlig normal etwas Schmerzen zu empfinden, wenn Du anfängst Dich zu bewegen oder zu trainieren. Das gibt sich in der Regel mit der Zeit, sobald Du fitter wirst und sich diese Überempfindlichkeit wieder reduziert. Wichtig ist dabei allerdings die Belastung sukzessive und langsam zu steigern (z.B. mit einer Steigerung von 10% pro Woche).


Ich hoffe, ich konnte dem Einen oder Anderen beim richtigen Umgang mit seinen Rückeschmerzen helfen. Bei Fragen stehen wir euch gerne mit Rat und Tat zur Seite!

Weitere wichtige Punkte findet ihr in Teil II.


Euer

Dominik


Quellen zum Weiterlesen:

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